bestseller
 

SURPRISING (taniecpolska.pl) WELL-BALANCED AND IRONIC (teatrologia.info) VINTAGE IN THE PERFORMING ARTS (culture.pl) BETWEEN SERIOUSNESS AND UN-SERIOUSNESS (e-teatr.pl) ENGAGING (Didaskalia) 


Ein getanztes Requiem für einen mitunter unfreiwillig komischen Humorphilosophen auf Deutsch, Polnisch und Englisch. Zwei Darsteller klopfen Mithilfe einer Bach-Kantate, eines Vorhangs und einer besonderen performativen Feinstofflichkeit Widersprüchlichen des Lebens ab. Gibt es Gott, den Teufel und die Sünde oder sind sie nur schlechte Witze, die uns jemand zum lachen sollen übergeholfen hat?
Der Ausgangspunkt des Stücks ist der (unvermeidliche) Tod des eigenen Vaters. Eine
gemeinsame Vergangenheit hört auf, geteilt zu werden und geht ganz in unsere Verantwortung über. Zwei Tänzer-Performer arbeiten sich mit Hilfe einer Bachkantate als zeitlicher Orientierung und einem strukturierten Raum tänzerisch daran ab, beide Parameter miteinander zu verbinden und/oder zu übersetzen. Auch spirituelle Fragestellungen fließen durch die einzelnen Elemente in den Aufbau dieses künstlerischem Settings, das Persönliches mit Abstraktem verbindet,
Vergangenes mit der eigenen Zukunft. “bestseller” ist aber auch Befragung von Humor. Warum ist etwas wann lustig? Ist Humor eine Überlebenstechnik, eine Art sich auseinanderzusetzen, zu verzeihen oder sich über Situationen
hinwegzusetzen? Wie schlicht oder kompliziert darf er, dürfen wir sein? Im Versuch, sich in einem universellen Bereich des Humors zu begegnen, werden sowohl die Begegnungen als auch kulturelle und intergenerationelle Kollisionen und Unvereinbarkeiten interessant sein.

Premiere: am 6.Oktober 2023, Body/Mind Festival, Warschau, Polen
Performances:
12. November 2023, weltecho, Chemnitz (Kammermachen Festival)
11. - 13. Januar 2024, English Theatre Berlin | International Performing Arts Center

Credits:
Choreographie, Tanz, Kostüme: Martin Clausen, Rafał Dziemidok
Musik: J.S. Bach
Musikalische Gestaltung: Julian Gretschel
Lichtdesign: Ewa Garniec
Stimmtraining Jess Gadani
Produktion: Materia Łódź
Koproduktion: Ciało/Umysł, Centre Français de Berlin

Touring Informationen: bestseller ist für Tourneen in den Spielzeiten 2024-25 und 2025-26
verfügbar.

Links zum Video:
Premiere, trailer, 06.10.2023, Teatr Studio, Warsaw
Q & A after premiere (auf Englisch) 

 
Kritiken:
Bewegungsszenen mit philosophischen Gesprächen
"Die Darsteller haben es geschafft, dass wir uns mit ihren Geschichten und den auf der Bühne behandelten Themen identifizieren konnten. Sie setzten den Tanz nicht auf offensichtliche Weise ein und unterteilten die Aufführung in mehrere Teile, wobei sie Bewegungsszenen mit philosophischen Gesprächen über das Leben, Gott, den Teufel und menschliche Bedürfnisse vermischten"
Gryczka Natalia, “22 Body/Mind Festival - Tagebuch von Natalie Gryczka", teatrologia.info 


eine Diskussion zwischen Männern über Gott
"Die Frage der persönlichen Genealogie schreibt die intime Beziehung zwischen den beiden Darstellern neu - basierend auf Vertrauen, gegenseitigem Zuhören, Nähe und dem langsamen Schmieden eines harmonischen Verständnisses in Wort, Stimme und Bewegung. Es fällt schwer, die Wärme und Offenheit von Bestseller gegenüber dem Publikum zu beschreiben, eine Erinnerung an die gemeinschaftliche Dimension von Theater und Tanz. Interessanterweise hat mich auch die homogene Dimension des Stücks nicht gestört, eine Diskussion zwischen Männern über Gott, eine zentrale Figur der patriarchalischen Ordnung, mit Verweisen auf den Vater einer
der Figuren. Dies war der Nähe zum Publikum zu verdanken, die von Anfang an aufgebaut wurde, sowie den Tanzszenen, die eine auf Vertrauen und Aufrichtigkeit basierende Beziehung zwischen den Darstellern selbst schufen. Obwohl das Stück in Bezug auf Inszenierung und Besetzung bescheiden ist, war es eine ansprechende Eröffnung des Festivals."
J. Hoczyk, “Das Bedürfnis nach Umarmung. Hin zu gemeinschaftlicher Fürsorge für Körper und Geist.”,  Didaskalia 


überraschend

"Der polnisch-deutsche "bestseller" von Rafał Dziemidok und Martin Clausen / gezeigt bei Body/Mind war überraschend /.../Auf der Bühne wiederum sprachen die Performer*innen nicht nur über Humor, sondern vor allem über Gott und die Zweifel, die Gespräche über ihn und das Erbe, das wir von unseren Vorfahren erhalten, umgeben können. Die Performer fragten sich, ob dies Auswirkungen auf die Tanzpraxis haben könnte, und zogen uns in ihre Welt der Verbundenheit, der Entdeckung und des Zweifels. /.../ Bewegungsmäßig boten die
Schauspieler ungewöhnliche Lösungen, denn wir hatten gleichzeitig ein Theater im Theater, eine Art Mini-Konzert, eine Tanzshow, eine Performance-Show oder auch dramaturgisch geplante Zugaben"
S. Wilk, “Fokussiert auf Gefühle. Zusammenfassung des 22. Internationalen Festivals für Tanz- und Performance”,  taniecpolska.pl 


Vertrauen ist [...]spürbar
„Vertrauen ist in der besonderen Leichtigkeit der Aufführung spürbar: Dziemidok und Clausen auf der Bühne scheinen mit ihrem Schicksal versöhnt zu sein und bereit, mit allem zu arbeiten, was auch immer kommt – auch wenn es schwierig ist.“
T. Fazan, “Umarme, das heißt, sich auf Veränderung vorbereiten – 22. Festival für Tanz- und Performance - Body/Mind”,  e-teatr.pl 


große philosophische Themen 

"Der persönliche Charakter der Inspiration des "bestsellers"; führte jedoch nicht dazu, nach konfessionellen Gesten oder solchen, die mit der künstlerischen Verarbeitung von Trauer verbunden sind, zu greifen /.../. Aufgrund der starken Textpräsenz, der Thematik (große philosophische Themen, die die Ideengeschichte beherrschen) und der ästhetischen Dimension (Darsteller in weißen Hemden, Dialoge, die vor dem Hintergrund eines grünen Vorhangs aus einem Samt imitierenden Stoff vorgetragen werden) könnte das Ganze als eine bewusste Hinwendung zu einer Ästhetik wahrgenommen werden, die wir heute in den darstellenden Künsten gewissermaßen als Vintage bezeichnen würden."
M.Obarska, “Was ist Fürsorge? 22. Festival Body/Mind”,  culture.pl  

 

Mysz wiejska, mysz miejska

 Spektakl „Mysz miejska, mysz wiejska” oparty jest na starożytnej bajce o spotkaniu myszy wiejskiej i miejskiej i opowiada o różnicach życia na wsi i w mieście, oraz o nieodwracalności zmian zachodzących w świecie. Mysz miejska odwiedza mysz wiejską i namawia ją na przeprowadzkę do miasta. Po pewnym czasie, doświadczając miejskiego gwaru i zgiełku, mysz wiejska decyduje się wrócić na wieś, która w międzyczasie zmieniła się diametralnie. Spektakl stworzono dla publiczności polskiej, zawiera w sobie taniec, muzykę i tekst w języku niemieckim i polskim. Pod względem treści sztuka akcentuje wartość bycia ciekawym świata, dostrzegania jego różnorodności, zachęca do znalezienia sensu w radzeniu sobie z wyzwaniami, odmiennymi realiami i  koncepcjami życia oraz zawiera momenty partycypacyjne dla dorosłych i dzieci

Spektakl duetu Clausen/Dziemidok
 Premiera: Październik 2024, Spichlerz Gropiusa, Jankowo Pomorskie Produkcja: Fundacja Warsaw Bauhaus przy wsparciu Instytutu Goethego

trailer 

COLLABORATIONS:

Stadt Land Angsthase
 mit Katrin Hentschel

 SLAH ist eine Performance über die Möglichkeiten, alles selbst in die Hand zu nehmen. Martin Clausen, Katrin Hentschel und Rafał Dziemidok erzählen Elisabeth Shaws Geschichte der Stadt- und Landmaus neu und kombinieren diese mit einer Begegnung des kleinen Angsthasen. Dabei spielen Sie mit viel Phantasie und Mut Varianten unseres Lebens durch und am Ende wird viel gesungen und gemeinsam getanzt.  

Für alle ab 8 Jahre. 


Credits:
von und mit: Katrin Hentschel und Clausen/Dziemidok
Musik: Thimo Sander
Kostüme: Ivan Bazak
Produktion: 2021/2022, Projektförderung Fonds Darstellende Künste e.V. | Uferstudios Berlin | Wiederaufnahmeförderung Draußenstadt | Stadtgut Buch | Performing Arts Festival Berlin | Centre Francais de Berlin | Uferstudios, Berlin

Kritik Giessener Allgemeine

trailer

Bettina Bummelt
 

 2010 entstand als eine der letzten Arbeiten der Company TWO FISH die Produktion „Bettina bummelt“, ein Tanztheater für alle ab 5 Jahren in Koproduktion mit dem Theater an der Parkaue und den Tanzhaus NRW. 

An der Stückentwicklung beteiligt waren die Choreografin Angela Schubot, Martin Clausen als Regisseur und Performer, der Schauspieler Peter Trabner, Mario und Christian Schulte alias Doc Schoko als Musiker und Komponisten sowie die Dramaturgin Amelie Mallmann. Seit 2021 Jahren zeigt die Schaubude Berlin das Stück regelmäßig in ihrem Repertoire.

„Bettina bummelt“ gastierte u.a. beim Fusion Festival in Lärz, Schäxpir-Festival Linz, am Staatstheater Braunschweig, in der Berlinischen Galerie und im HAUSER-Dramatische Republik Neukölln und ist mit über 250 Vorstellungen das am häufigsten aufgeführte Tanztheater für Kinder aus Berlin. Seit 2019 ist Rafal Dziemidok in der für den Ikarus-Preis nominierten Produktion zu sehen. 


Credits:
Besetzung: Martin Clausen, Rafal Dziemidok (Schauspiel, Tanz), Christian Schulte, Marion Schulte (Musik, Gesäng)
2022 | Wiederaufnahme Fonds Darstellende Künste e.V. | SchaubudeBerlin |
2010 - 2021 | Theater an der Parkaue Berlin
 

ZITTY :

"Seit zehn Jahren ist dieses schöne Tanztheaterstück für Kinder ab 5 bereits im Repertoire der Parkaue. Lange Zeit. Einigen mag es aber auch vorkommen, als sei die Premiere des 2010 für den Ikarus nominierten Stücks erst vor ein paar Monaten gewesen." 

RECHERCHE

 NEW PRODUKTY RESEARCH, eine #Prozessförderung 2022 des Fonds Dakü e.V. zum Thema "classical v. modern narration in dance" | 2023.
The  results of that research lead to certain narrative and staging solutions in "bestseller".

UNTERRICHT

 Grundlage des Workshops ist die Beweglichkeit der eigenen Gelenke, die sich einerseits nach innen, aber auch in den eigenen Umraum richtet. Ein Training visueller Aufmerksamkeit ermöglicht, beim Improvisieren eigene Entscheidungen und Motive in Abhängigkeit von anderen Mitperformenden einzusetzen.